Profi trainiert Spielegruppen - Nachwuchsarbeit beim SSV neu strukturiert (23.09.2009)

Lichtenstein. Wenn sich am Samstag Volleyballerinnen aus der deutschen Bundesliga und der ersten polnischen Liga beim 3. Bundesligacup der Damen die Bälle um die Ohren schmettern, werden unter den Zuschauern im Lichtensteiner Sportzentrum voraussichtlich auch Grundschüler aus der Region sein.

Denn die Volleyballer der SSV Fortschritt Lichtenstein, die zum dritten Mal den Bundesligacup veranstalten, haben dazu auch die Spielegruppen eingeladen, die in verschiedenen Schulen der Region initiiert wurden. "Mit den Spielegruppen soll vorrangig zur Gesundheit und Fitness der Kinder beigetragen werden. Aber natürlich wollen wir so auch Talente für unsere Nachwuchsteams heranziehen", erklärt Matthias Ellwart von den Lichtensteiner Volleyballern.
Für die Spielegruppen ist mit Rico Fritzsch aus Stollberg ein Profitrainer verantwortlich, der unter anderem schon in Österreich gearbeitet hat und auch Sichtungscamps für Bundesligateams durchführt. "Die sportlichen Defizite werden immer größer. Da wollen wir mit Übungen für eine bessere Koordination, Fitness, Ballgefühl und eine größere Grundfestigkeit des Körpers gegensteuern", erklärt der 35-jährige Fritzsch, der jeweils 90-minütige Einheiten mit den Grundschulkindern absolviert. Dabei sei deutlich zu spüren, dass die Mädchen und Jungen einen großen Bewegungsdrang haben.
Für das Training im Verein wurde Michaela Thees verpflichtet. Die Lichtensteinerin kam vom Zweitligisten Chemnitzer PSV zu ihrem Heimatverein zurück und trainiert jetzt die U-14-Mädchen. In Chemnitz hatte sie mit ihrer Mannschaft, in der mit Patty und Franziska Wilhelm auch zwei jetzige Spielerinnen der SSV-Damen aktiv waren, im Jahr 2007 einen deutschen Jugendmeistertitel eingefahren. "Lichtenstein braucht sich mit der neuen Struktur in der Nachwuchsarbeit nicht vor den großen Vereinen zu verstecken", schätzt die 26-Jährige ein. Dreimal pro Woche trainiert sie mit den Mädchen, und in Zukunft soll es neben breiter aufgestellten Trainingsgruppen auch einen Leistungskader geben, in dem die besten Spielerinnen auf höhere Aufgaben vorbereitet werden.

Autor: Freie Presse



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